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Faltenreduzierung

mit Mesotherapie (Elektroporation)

 

Die fortschreitende Zeit und der Stress des modernen Lebens führen dazu, dass unsere Haut älter wirkt. Sehr viele Menschen benutzen kosmetische Produkte, die auf die Haut aufgetragen werden. Diese können meistens aber nur ihre Wirkung erreichen, wenn sie die äußere Schicht der Haut auch durchdringen. Es gibt unterschiedliche Verfahren wie (z.B. Iontoporese) aber die meisten bringen nur bis zu 10% der Wirkstoffe an ihr Ziel. Mit der Elektroporation können bis zu 90% der Wirkstoffe durch die Haut transportiert werden. Selbst große Strukturmoleküle wie Collagen, Elastin und Hyaluronsäure können so bis in tiefere Hautschichten eingebracht werden.
 

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Struktur der Hautbarriere

Die Haut ist das größte Organ des Menschen und besteht aus drei unterschiedlichen Schichten: Epidermis, Dermis und Subkutis. Sie hat eine Vielzahl unterschiedlicher Aufgaben. Zu den wichtigsten gehört der Schutz des Körpers vor Feuchtigkeitsverlust und mechanischen, chemischen und physikalischen Einflüssen. Diese Schutzfunktion wird durch die äußerste Schicht, die Epidermis, ausgeübt. Obwohl ihre Dicke von nur 0,02mm bis 5mm ist, übernimmt sie durch ihren speziellen Aufbau ihre Aufgaben sehr effektiv. Von den insgesamt fünf Schichten der Epidermis ist es vor allem die äußerste, die Hornschicht (Stratum corneum), die den Transport von Molekülen verhindert. Das Stratum corneum besteht aus verhornten Hautzellen (Corneozyten), und sind in eine Lipidmatrix eingebettet. Die Struktur des Stratum corneum ist ähnlich wie ein Mauerwerk mit den aus hydratisiertem Keratin bestehenden Corneozyten als Ziegelsteinen, und den fettähnliche Lipiden als Mörtel, lässt sie kaum etwas nach innen dringen. Die Schutzschicht (Stratum corneum) behindert leider auch das Eindringen von Präparaten wie kosmetische Pflegeprodukte, Cremes und Lotions. Nur ein geringer Teil (max. 10%) dieser Produkte schafft es durch den Schutzmechanismus der Haut zu durchdringen, und seine Wirkung zu entfalten. Die Lipide sind in Form von Doppelschichten angeordnet und machen etwa 10 bis 30 % des Gesamtvolumens des Stratum corneum aus.

 

Die Wege in die Haut

 

Prinzipiell gibt es zwei Wege durch die Hautbarriere. Zum einen der Weg durch die Hautanhangsgebilde und den transepidermalen Weg. Entlang der Hautanhangs-gebilde ist ein Transport von Substanzen durch die Schweißdrüsen oder die Haarfollikel und den damit assoziierten Talgdrüsen möglich. Da diese Wege keine direkte Penetration des Stratum corneum sind, werden Sie auch als Shunt Routen bezeichnet. Ihre Bedeutung ist jedoch nur sehr gering, da der Anteil bezogen auf die Körperoberfläche nur ca. 0,1% ausmacht.

 

Routen durch die Hautbarriere:

 

1.) Durch die Hornschicht

2.) Entlang der Haarfollikel und Talgdrüsen

3.) Durch die Schweißdrüsen

 

 


Das Verfahren der Elektroporation


Durch einen sich schnell entladenden Kondensator wird ein elektrisches Feld erzeugt. Durch dieses elektrische Feld mit einer Dauer von 10 µs bis 100 ms, werden in der behandelten Zellmembranen mikroskopisch kleine Löcher erzeugt. Diese schließen sich innerhalb von Millisekunden wieder. So entstehen kurzeitig kleine Kanäle durch die Wirkstoffe tief in die Haut eingeschleust werden können. Die Behandlung ist dabei völlig schmerzfrei. Die Elektroporation ist eine einfache, sichere und schnelle Methode zum Einschleusen von Wirkstoffen bis runter in die tieferen Gewebeschichten. Diesen Weg bezeichnet man als Transzelluläre Route. Je nach Region und Problemzone werden verschiedene abgestimmte Wirkstoffkombinationen auf die Haut aufgebracht und eingeschleust wo sie dann in der Tiefe ihre Wirkung entfalten können.

Zelle im Normalzustand
(oben)
Deutlich zu erkennen, die Moleküle der Wirkstoffe können die Membran der Zelle nicht durchdringen. Ein Transport der Wirkstoffe durch die Zelle nicht möglich. Es bleibt nur der Weg um die Zellen herum, der aber noch von den Lipiden im Zellverband gebremst wird. Shunt Route oder Interzelluläre Route im Bild grün dargestellt.

Zelle kurz nach Elektroporation
(unten)

Durch da elektrische Feld werden kurzzeitig Kanäle in und durch die Zelle erzeugt. In dieser Zeit können Wirkstoffe die Zelle erreichen und passieren. Die Moleküle der Wirkstoffe können so ungehindert bis tief in das Gewebe eingeschleust werden. Diesen Weg nennt man auch Transzelluläre Route, im Bild (unten)orange eingezeichnet.


Unterschied Elektroporation und Iontophorese


Bei der Iontophorese werden die Wirkstoffe unter einer Arbeitselektrode (Rolle) aufgebracht. Eine Körperelektrode mit entgegengesetzter Ladung wird an einer Körperstelle angebracht. Die Wirkstoffe werden von der Arbeitselektrode in die Haut abgestoßen. Daneben tritt der Effekt der Elektroosmose auf, wodurch auch das Eindringen nicht-geladener Moleküle gefördert werden kann. Bei der Iontophorese verläuft der Weg nicht durch die Zellen (Transzelluläre Route), sondern durch die Lipidmatrix auf der widerstandsreichen Interzellulären Route um die Hornplättchen herum. Elektroporationsgeräte benötigen keine Gegenelektroden und keine elektrisch geladene Wirkstoffe oder Transportflüssigkeiten bzw. Gele.


Die Mesotherapie (Elektroporation) ist eine schmerzfreie Behandlungsmethode gegen die Zeichen des Alters. Die Behandlungsdauer beträgt ca. 20 min. Preis pro Behandlung 45€. Die Mesotherapie ist auch sehr gut kombinierbar mit eine RF-Behandlung.
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